Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.
Ich wollt`es brechen,
Da sagt`es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?
Ich grub`s mit allen
Den Würzlein aus,
Zum Garten trug ich`s
Am hübschen Haus.
Und pflanzt`es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Sitzt eine Meise
dir auf der Hand,
merkst du es kaum.
Ihr Gewicht ist gering.
Aber in ihrer Brust ist doch Raum
für ein pochendes Ding.
Vogel, in dir
schlägt ein Herz wie in mir.
(Josef Guggenmos)
Vor ein paar Tagen habe ich mir zwei Karten für das Musical "Tanguera" gekauft. Mir war einfach irgendwie nach Tango zu Mute und so habe ich dem Verlangen mit zwei Sitzplätzen in der 1. Reihe im Baden-Badener Festspielhaus nachgegeben. Leider findet die Vorstellung erst im Februar 09 statt, doch das Gefühl der Vorfreude auf ein solches Tanzvergnügen lässt bei mir schon eine wohltuende Stimmung aufkommen.
Tango ist einfach ein Hoch der Gefühle!
Ich bin gespannt auf diesen sinnlichen Augenschmaus, den Tangotanz!
Die letzten 5 Wochen waren für mich ein Wechselbad der Gefühle. Diese intensiv durchlebte Zeit kann ich in ihren Einzelheiten nicht in Worte fassen, vielleicht will ich es auch gar nicht? Die Bilder der Geschehnisse
haben sich in meinen Kopf und in mein Herz gebrannt, und ich werde sie wie einen Schatz hüten. Noch nie lagen schmerzvolle Trauer und innige Zufriedenheit so nah beieinander.
So brachte die Begegnung mit dem Tod meiner Mutter tiefes Leid mit sich, aber auch etwas sehr Schönes: Eine tiefe Verbundenheit und innige Nähe zu den geliebten Menschen, die das Geheimnis dieser vielschichtigen Erfahrung mit mir teilen.